Das RheinuferSchweizer Grenzbefestigungen im 2. Weltkrieg |
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artistic direction | Projektleitung |
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Consulting |
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Fritz Mumenthaler |
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Im Jahr 55 vor Christus machten die Nachfolger von Gajus
Julius Cäsar den Rhein zum Ausgangspunkt ihres
Limes, um mit diesem Vorwerk quer durch
Südgermanien das ferne Rom zu schützen. Es war der Milizoffizier und Arzt, Oberst Bircher, welcher die sich abzeichnenden Bedrohungen aus Deutschland erkannte und in seinem Memorial von 1934 verschiedene Feindmöglichkeiten aufzeichnete, angefangen vom Grossangriff Deutschlands mit militärischen Verbündeten auf die Schweiz bis hin zum Durchmarsch fremder Armeen durchs schweizerische Mittelland. Die Schweiz war zweifellos massiv bedroht und das
besonders im Sommer 1940. Die Generalstäbe der
Achsenmächte arbeiteten Einmarschpläne aus,
verstärkten die Spionage, die Propagandaanstrengungen
und konzentrierten Streitkräfte in Jura- und
Schwarzwaldnähe. General Guisan (General der
Schweizer Armee von 1939 - 1945) legte fest, in welchen
Stellungen die am 2. September 1939 mobilisierte Armee
aufmarschieren sollte. Gemäss Operationsbefehl Nr. 2
vom 4. Oktober 1939 hatte die Armee die Linie von Sargans
über Walensee - Linth - Zürichsee - Limmat -
Bözberg - Hauenstein bis zum Gempenplateau südlich
von Basel zu befestigen und zu sichern. Die Schweiz war von
den Achsenmächten fest umschlossen und so befahl
General Guisan als Oberbefehlshaber am denkwürdigen
Rütlirapport (24. Juli 1940) das Gros der Armee in eine
Zentralstellung im Alpenraum zu konzentrieren.
Zwischen der Landesgrenze und dieser Armeestellung im
Gebirge hatten die Grenztruppen sowie einige mobile
Verbände die Aufgabe einen gegnerischen Vorstoss zu
verzögern und möglichst effizient Widerstand zu
leisten. Gleichsam als feste Bauten erstellten private
Baufirmen im Auftrag des Eidgenössischen
Militärdepartements ab 1937 entlang der Grenze
betonierte Waffenstellungen (Bunker). Allein im
Kanton Aargau entstanden so unmittelbar dem Rheinufer
entlang etwa 60 Bunker, in der Regel bestückt mit ein
bis zwei Festungs-Maschinengewehren (Modell 1911) und
vereinzelt armiert mit Tankbüchsen bzw.
Infanteriekanonen, sowie einer entsprechenden Unterkunft
für die Besatzung. Eine solche Befestigungsanlage ist
heute in Reuenthal
als Museum zu besichtigen. In der "Kleinen Orientierungsschrift Schweiz", welche durch den Generalstab der Deutschen Wehrmacht erstellt wurde, beurteilte die Deutsche Wehrmacht 1942 die Verteidigungsanlagen und den Kampfwert des schweizerischen Heeres wie folgt: "Es ist (die Schweizer Armee) bei starkem Ausbau der natürlichen Hindernisse des Landes in der Lage, auch gegen einen überraschenden Angriff an den Grenzen zeitlich beschränkten Widerstand zu leisten und sich im Hochgebirge längere Zeit zu halten". Die Kampf- und Festungsanlagen an der Grenze wurden stetig ausgebaut. Im Zentrum des Réduits stand der Gotthard, welcher zu einem Mythos und Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit, für Widerstand und Kampfbereitschaft wurde. Heute haben die Verteidigungsanlagen entlang des Rheins ihre Bedeutung verloren und sind mit dem Projekt Armee 95 ausgemustert worden. Dennoch bleiben die Bunker- und Festungsanlagen wichtige Zeugen einer durch den 2. Weltkrieg geprägten Kulturlandschaft. [Fritz Mumenthaler, 2004] (1) |
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>>> Festungsmuseum
Reuenthal |