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Eine Ahnung über das Aussehen einer
Urlandschaft können uns einzelne
Standorte in weitgehend unbeeinflussten
Alpentälern vermitteln, wie z.B. das
Hintermoos im Hollersbachtal (Gemeinde,
Hollersbach/Oesterreich), ein verlandeter
Zungenbeckensee im heute weitgehend eisfreien Kar
eines spätglazialen Gletschers.
Foto: F. Dollinger 2000
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Naturlandschaften sind ein
repräsentativer Teil des
Landschaftsökosystems ohne direkt erkennbare
anthropogene Nutzungseinflüsse.
In diesem Beispiel des Vordermooses ebenfalls im
Hollersbachtal prägt die natürliche
Dynamik das Erscheinungsbild der Landschaft. Die
Nutzungseinflüsse durch die Almwirtschaft sind
nicht direkt erkennbar (auch wenn einzelne
verfallene Reste von Almgebäuden
bestehen).
Foto: F. Dollinger 1994
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Kulturlandschaften sind ein
repräsentativer Teil der Lebenswelt
gesellschaftlicher Gruppen, die einem steten Wandel
und Anpassungsprozess unterliegen. Sie stehen im
Beziehungsgefüge zwischen Mensch, Natur und
Kultur. Die verschiedenen Landnutzungen prägen
ihr Erscheinungsbild und beeinflussen die
Produktions-, Regulations- und
Lebensraumfunktionen.
Kulturlandschaften erscheinen daher oft
natürlich geprägt, wie das erste Beispiel
an der Südflanke des Tennengebirges
(Tauernscharte, Gemeinde Werfenweng/Oesterreich)
zeigt, und werden dann als naturnahe
Kulturlandschaften bezeichnet. Hier geht die
Naturlandschaft oberhalb der Waldgrenze in die
natürlich wirkende Almlandschaft (=
Kulturlandschaft) über.
Foto: F. Dollinger 1981
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Wenn bei Kulturlandschaften die Produktions- und
Wohnfunktion der Land- und Forstwirtschaft das
Landschaftsbild beherrscht, sprechen wir von einer
land- und forstwirtschaftlich geprägten
Kulturlandschaft, wie bei diesem Beispiel im
Bereich des Adneter Riedls in der Gemeinde
Vigaun/Oesterreich.
Foto: Land Salzburg, Abteilung Raumplanung
o.J.
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Bei Kulturlandschaften kann jedoch auch die
Nutzfunktion des Menschen so dominant werden, dass
eine naturferne Kulturlandschaft entsteht.
Ein Beispiel dafür sind die agrarisch und
wirtschaftlich genutzten Standorte am Rande der
Großstädte, wie z.B. die
Fachmarktagglomeration im Bereich des
"Speckgürtels" um die Stadt Salzburg, hier an
der Stadtgrenze zwischen der Stadt Salzburg und der
Gemeinde Wals-Siezenheim/Oesterreich.
Foto: Land Salzburg, Abteilung Raumplanung
2001
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© copyright 2004/2005 F. Dollinger
Europäische Kulturlandschaften
European cultural landscapes
www.culture-nature.com
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Literatur: SPREITZER, Hans (1951): Zur
geographischen Organisation der Erdräume. In:
Petermanns Geographische Mitteilungen, Bd. 95, H.
4, S. 253-257
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